Ablauf
So läuft die IT-Sicherung im Insolvenzverfahren ab
Klare Schritte, feste Ansprechpartner und eine lückenlose Dokumentation: Vom ersten Anruf bis zur Löschung nach Fristablauf wissen Sie jederzeit, wo Ihre Daten sind und wer darauf zugreift.
- Start häufig noch am selben Tag
- Jeder Schritt protokolliert
- Auch im vorläufigen Verfahren
In sechs Schritten
Vom ersten Anruf bis zum Archiv
Erstkontakt
Sie rufen an oder schreiben uns. Wir klären in einem kurzen Gespräch Verfahrensstand, Unternehmensgröße, Standorte und die dringendsten Risiken, etwa gekündigte Hosting-Verträge oder drohende Kontosperrungen bei Cloud-Diensten.
Bestandsaufnahme
Gemeinsam mit Ihnen und, wo möglich, mit der bisherigen IT-Betreuung erfassen wir Server, Arbeitsplätze, Speichersysteme, Cloud-Konten, Fachanwendungen und Zugangsdaten. Sie erhalten ein verbindliches Angebot.
Sicherung
Wir sichern alle erreichbaren Systeme vor Ort oder remote als vollständiges Abbild. Jede Sicherung erhält eine SHA-256-Prüfsumme und wird mit Zeitpunkt, Umfang und ausführender Person protokolliert.
Bereitstellung
Altsysteme werden virtualisiert, Dokumente und E-Mails durchsuchbar aufbereitet. Sie greifen über einen gesicherten Browserzugang oder lokal in Ihrer Kanzlei darauf zu.
Betrieb während des Verfahrens
Wir pflegen die Umgebung, verwalten Zugänge für Mitarbeitende, Steuerberatung oder Betriebsprüfung und unterstützen bei Recherchen und Auswertungen.
Archiv und Löschung
Nach Verfahrensende archivieren wir kostengünstig bis zum Ablauf der Aufbewahrungsfristen und löschen anschließend nachweisbar. Auf Wunsch übergeben wir die Daten an einen benannten Verwahrer.
Die Beweiskette: warum Dokumentation so wichtig ist
Gesicherte Daten sind nur so viel wert wie der Nachweis, dass sie vollständig und unverändert sind. Deshalb behandeln wir jede Sicherung wie ein Beweisstück. Für jedes Abbild wird eine kryptografische Prüfsumme (SHA-256) berechnet und zusammen mit Zeitpunkt, Quelle, Umfang und ausführender Person protokolliert. Wird die Prüfsumme später erneut berechnet und stimmt sie überein, ist belegt, dass sich die Daten seit der Sicherung nicht verändert haben.
Diese lückenlose Dokumentation, oft als Chain of Custody bezeichnet, hilft Ihnen, wenn Auswertungen in Anfechtungsprozessen, Haftungsverfahren oder bei Betriebsprüfungen herangezogen werden.
Was wir zum Start von Ihnen brauchen
- Bestellungsbeschluss oder Vollmacht, aus der Ihre Befugnis hervorgeht
- Ansprechpartner beim Schuldnerunternehmen, idealerweise aus Geschäftsführung oder IT
- Kontaktdaten der bisherigen IT-Dienstleister und Hosting-Anbieter
- Vorhandene Zugangsdaten, Passwortlisten und Lizenzunterlagen
- Information über bereits ausgesprochene Kündigungen oder Sperrungen
Fehlen Zugangsdaten oder ist die bisherige IT-Betreuung nicht erreichbar, ist das kein Hindernis. Wir verschaffen uns in Abstimmung mit Ihnen den technischen Zugang und dokumentieren dies.
Vor Ort oder remote?
Viele Sicherungen lassen sich sofort aus der Ferne beginnen, insbesondere bei Cloud-Diensten, E-Mail-Konten und gehosteten Servern. Für Systeme in Geschäftsräumen sind wir in Baden-Württemberg und der Deutschschweiz kurzfristig vor Ort, bundesweit nach Absprache. Bei verteilten Standorten kombinieren wir beides.
Mehr zu den einzelnen Bausteinen finden Sie unter Leistungen. Für die ersten Tage nach dem Antrag haben wir eine Checkliste zur IT-Sicherung zusammengestellt.
Direkter Draht
Sicherung dringend?
Rufen Sie uns an. Wir klären Umfang und nächste Schritte meist noch im ersten Gespräch.
- Rückmeldung in der Regel am selben Werktag
- Sicherung vor Ort oder remote
- Verbindliches Angebot vorab
Jeder Tag zählt.
Sprechen Sie uns an, sobald ein Verfahren absehbar ist. Gemeinsam klären wir, welche Systeme betroffen sind und was zuerst gesichert werden muss.
Bundesweit im Einsatz · kurzfristig vor Ort in Baden-Württemberg und der Deutschschweiz